Gestern Morgen unter Dusche beim Beinerasieren eine Spastik gehabt – guter Start in den Tag! Fängt ja gut an, habe ich gedacht. Ich möchte bitte nicht den Blick des Reinigungspersonals sehen, geschweige denn wissen was sie denken, wenn sie die Dusche sauber machen. Es sah aus wie in einer Schlachterei, oder alternativ, wie nach einem mörderischen Massaker! Sind das nicht die schönen Seiten am Rollstuhlleben? Da freut man sich doch glatt auf alle folgenden Tage.

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Aber, wir haben das Blatt noch zum Guten gewendet und sind erstmal ausgiebig frühstücken gegangen. Und mit vollem Magen, Kaffee!! und dem Lukas in der Sonne zu sitzen entschädigt doch glatt für alles vorherige. Weil es das Hamburger Wetter aber leider doch nicht ganz so gut mit uns meinte und es so angenehm leicht zu regnen begann, beschlossen wir, uns mal etwas Kultur zu gönnen und machten einen Ausflug in die Deichtorhallen. Im Haus der Photographie findet gerade eine Fotoausstellung von drei verschiedenen Künstlern zum Thema:“Die Großstadt mit ihrem Subkulturen, Verheißungen und Gefahren“ statt. Eine Mischung aus Landschaftsbildern und Aktphotographie. Wirklich sehenswert.

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Nicht weniger interessant war jedoch auch die Austellung: „Das Ü des Türhüters“ in der Halle für aktuelle Kunst, gleich gegenüber. Gegenstand der Ausstellung waren DIXI-Klos, ja, richtig gelesen, kleine Klohäuschen. Künstler müsste man sein. Die können echt aus jedem Scheiß (ok, die Toiletten waren ja unbenutzt) etwas machen, oder darin etwas sehen, was irgendwie dem Rest der Menschheit bisher entgangen ist. Ich muss ehrlich zugeben, das, was die Toiletten alles darstellen sollten, habe ich nicht immer erkannt. Auch nicht nachdem ich die Beschreibung gelesen habe. Aber sehenswert war die Ausstellung trotzdem.

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Also, falls ihr mal zu viel Zeit habt, geht doch mal in eine DIXI-Klo-Ausstellung. Amüsant ist es allemal.

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