Immer wieder bekommen wir Nachrichten, in denen ihr schreibt: „Zeigt doch mal wieder ein paar Fotos von Frieda auf eurem Blog, oder erzählt mal, was ihr so alles zusammen unternehmt.“
Das machen wir natürlich gern und haben deshalb extra ein kleines Video gedreht, damit ihr unsere Ausflüge mit mehr Dynamik erleben könnt.

Dass Frieda mich oft zieht, wenn ich nicht mehr kann, habe ich euch ja hier schon einmal erzählt. Aber jetzt könnt ihr quasi einmal live dabei sein und etwas von dem Gefühl erleben, was dem Fliegen ganz nah komm! Für Frieda bedeutet dieses „Ziehen“, sowie das Aufheben von Dingen, die mir runtergefallen sind, Arbeit. Wenn sie mich zieht, dann arbeitet sie und möchte dann auch nicht abgelenkt werden. Andere Hunde werden genauso ignoriert, wie Bekannte und Freunde, die uns entgegenkommen. Ich möchte extra noch mal betonen, dass sie mich freiwillig anfing zu ziehen und nicht, weil ich diese Idee hatte.

Und während sie sich immer mehr in ihr Element steigert, erreichen wir bis zu 30 km/h und der Lukas hat oft Probleme, auf dem Fahrrad Schritt zu halten. Es macht unglaublich viel Spaß und ist so ein wunderbar befreiendes Gefühl, den Fahrtwind im Gesicht zu spüren, während wir durch die Straßen rasen! Früher bin ich mit Frieda oft mit dem Fahrrad gefahren, heute sind es unsere „Schlittenhunde-Touren“, bei denen Frieda und ich mich auspowern. Natürlich sind wir in der Nachbarschaft schon bekannt wie ein bunter Hund. Der Rollstuhl allein reicht ja schon vollkommen aus, um von Kindern gespannte Blicke zugeworfen zu bekommen. Aber wenn wir an ihnen vorbei pesen, dann rufen sie nicht selten, wie cool wir sind und dass sie auch mal fahren wollen. Die Blicke ihrer Eltern solltet ihr dann sehen!

Da ja bei uns noch ein wenig Schnee lag, die letzten Tage und die Wege ziemlich vereist waren, habe ich meine Mountainbike Bereifung aufgesteckt. Ich kam mir wie ein Traktor, oder ein LKW vor. Mein Stuhl war plötzlich gefühlt 10 Kg schwerer, 10 cm breiter und ich hatte wirklich Probleme, ein wenig Fahrt aufzunehmen. Aber dank des Freewheels und der Mountainbike Räder hatte ich wirklich Gripp auf den vereisten und verschneiten Wegen und konnte problemlos querfeldein fahren. Damit hat sich wieder einmal bestätigt, dass sich die, wenn auch nicht ganz günstige, Anschaffung des Freewheels, sich wirklich mehr als gelohnt hat. Denn solche Ausflüge mit Frieda, egal ob rasend durch die Straße, oder querfeldein, wären ohne schier unmöglich.